Ohne Fleiß kein Preis


Ohne Fleiß kein Preis
Ohne Fleiß kein Preis
 
In seinem Lehrgedicht »Werke und Tage« erklärt der altgriechische Dichter Hesiod (um 700 v. Chr.) seinem arbeitsscheuen Bruder Peres, dem Adressaten des Werkes, dass dem Göttervater Zeus nichts vom Handeln der Menschen entgeht und dass entsprechend die Bösen bestraft werden, den Rechtschaffenen aber Segen zuteil wird. Das Rechte zu tun bedeutet allerdings Arbeit und Mühe, denn: »Vor den Verdienst setzten den Schweiß die Götter,/die unsterblichen, lang aber und steil ist der Weg zu ihm hin« (Vers 286 f.). Daraus hat sich das auch heute noch zitierte Wort »Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt« entwickelt. Dies wiederum wurde dann zur sprichwörtlichen Redensart »Ohne Fleiß kein Preis« verkürzt, mit der ganz allgemein ausgedrückt wird, dass sich nur bei entsprechendem Bemühen der Erfolg einstellt.

Universal-Lexikon. 2012.